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Der Heilbrunnen - ein Missverständnis und seine Folgen

Brunnenhaus
Brunnenhaus

Am Brunnen versetzen Sie sich bitte in die Zeit 1730 zurück. Das Kloster existiert damals seit über 150 Jahren nicht mehr. In seinen Räumen unterhalten nun die Markgrafen von Brandenburg–Ansbach und Brandenburg–Bayreuth gemeinsam eine Fürstenschule. 

100 Knaben aus den Gebieten der beiden Fürsten leben hier auf Staatskosten. Medizinisch betreut werden die Schüler von Dr. Feuerlein. Dieser Arzt ist fest davon überzeugt, dass die Mönche bei ihrer Namensgebung einst eine Mineralquelle gemeint haben mussten. Gemeinsam mit dem Ortspfarrer Hocker und dem Klosteramtsverwalter Bernhold gelingt es ihm, den Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich von der Existenz eines Heilbrunnens zu überzeugen. Für einige Zeit ist dann hier auch gekurt worden, der Markgraf ließ sogar ein Fachwerkgebäude über der Quelle errichten und er selbst bezog in großer Menge Wasser aus Heilsbronn. Im Jahre 1732 hat Dr. Feuerlein eine umfangreiche Schrift verfasst:

„Heilsbronnisches Zeugnis der göttlichen Güte und Vorsorge bei dem uralten, nun aber neu entdeckten, mitten im dem Kloster Heilsbronn befindlichen Heilbronnen, dessen Kuren, Kraft und Wirkung, Gebrauch und Missbrauch, auf gnädigst herrschaftlichen Befehl beschrieben von Georg Christoph Feuerlein, hochfürstlich brandenburgisch onolzbachisch, zu diesigen Heilbronnen verordneten Medico ordinario.“ 

Das Wasser sollte sich nach Feuerlein bewähren bei Steinbeschwerden, Fuß-, Augen-, Brust-, Magenleiden, Wechselfieber, Ausschlag, Epilepsie, Würmern, Schlaganfällen. Bereits nach dreijährigem Bestehen des Heilbrunnens wurden Klagen über Abnahme der Frequenz laut; fünf Jahre später erklärte man die geringe Wirksamkeit durch Verschüttungen und nach einigen Jahrzehnten war der Kurbetrieb völlig zum Erliegen gekommen. 

1578 war der letzte Mönch verstorben und die Markgrafen als Schutzherren des Klosters waren dadurch zu Erben des gesamten Besitzes geworden. Zur Verwaltung der Güter zwischen Main und Donau setzte der Markgraf einen Klosteramtsverwalter ein. Dieser kassierte die Erträge wie bisher das Kloster. 

Was jedoch sollte mit den nun leer stehenden Klostergebäuden selbst geschehen?

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