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Das Dormitorium

Dormitorium
Dormitorium

Das Dormitorium (Schlafhaus der Mönche) reichte ursprünglich bis an das Querschiff des Münsters. Im Untergeschoss des Gebäudes befanden sich zur Klosterzeit die Arbeitsräume (Skriptorien) und - direkt an das nördliche Querhaus angebaut - der Kapitelsaal (der Versammlungsraum der Mönche). Dieser ist 1775 abgerissen worden.

Im Obergeschoss schliefen die Mönche - angekleidet, nur ohne Schuhe - auf Strohsäcken. Um zwei Uhr nachts ertönte die Glocke zum ersten Gottesdienst. Abweichend von den Regeln der Zisterzienser war in den letzten Jahrzehnten des Klosters - es war inzwischen weitgehend lutherisch orientiert - eine Klosterschule unterhalten worden. Beabsichtigt war, dadurch den Nachwuchs für den Konvent zu bekommen. Mit dem Ende des Klosters war auch das Ende der Schule gekommen.

Markgraf Georg Friedrich gründete 1581 von Königsberg in Preußen aus (der Ansbacher Markgraf regierte auch die Markgrafschaft Bayreuth und das ehemalige Ordensland) eine Fürstenschule für 100 Knaben aus seinen Territorien. Diese kamen meist auf finanzschwachen Familien und lebten internatsmäßig im ehemaligen Kloster. Von 1582 bis 1736 wurde das Dormitorium von der Fürstenschule genutzt.

Nach damaliger Erkenntnis sollte Biersuppe ein geeignetes Nahrungsmittel für heranwachsende Knaben sein. Der Wochenspeiseplan galt übrigens durchgehend für das ganze Jahr. So gab es an allen Sonntagen mittags immer gebrannte Hafersuppe, Erbsen mit gebranntem Speck, Spießgebratenes vom Rind, Kalb, Schwein oder Hammel. Am Abend aßen die Schüler Gerste in Fleischbrühe, Zwetschgen, Gebratenes und eingemachtes Fleisch. Während der Lehrplan und Tagesablauf der Klosterschule ganz auf das mönchische Leben abgestimmt waren, ist die Fürstenschule durch ein anderes Konzept gekennzeichnet gewesen - sie sollte dem Staat tüchtige Beamte heranziehen.

1736 erfolgte die Auflösung der Fürstenschule; die Schüler wurden nach Ansbach bzw. Bayreuth verlegt.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde ein Teil des Dormitoriums wieder aufgebaut. Im Untergeschoss des Neubaus befindet sich ein Gemeinderaum der evangelischen Kirchengemeinde. Das Obergeschoss wird vom Religionspädagogischen Zentrum genutzt.

Nach wenigen Schritten gelangen Sie zum heutigen Marktplatz.

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